Borussia Dortmund: Diouf soll definitiv kommen Unabhängig von Lewandowski

Die Tatsache, dass Mame Diouf auf Dortmunds-Wunschliste steht, ist beileibe nichts Neues, denn viele Indizien sprechen dafür. Vor allem auch das Faktum, dass der 25-jährige Nationalspieler aus dem Senegal bei seinem derzeitigem Arbeitgeber Hannover 96 beachtliche Leistungen demonstriert hat und sich für höhere Aufgaben empfehlen konnte. Und auch die Aussage von BVB-Coach Jürgen Klopp lässt einiges erahnen, wenn er gegenüber der "Bild" einräumen muss: „Mame Diouf ist ein richtig interessanter Spieler, wir haben ihn angeguckt.“

08.03.2013 19:36 Uhr

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Bisher ist jedoch immer davon ausgegangen worden, dass Borussia Dortmund den kompletten Angreifer nur dann verpflichten möchte, wenn tatsächlich Robert Lewandowski nach dieser Spielzeit den Verein verlassen wird. Diouf wird definitiv von Dortmund umworben. Die Chancen stehen nicht schlecht, dass dieser Transfer zustande kommen wird, denn der ehemalige Angreifer von Manchester United zeigt sich alles andere als abgeneigt.



Auch finanziell dürfte ein solcher Wechsel für den Viertelfinalisten in der Champions League kein größeres Problem darstellen, denn bisher konnte der noch amtierende Doublesieger schon stattliche 40 Millionen Euro einnehmen. Die geschätzten acht Millionen Euro Ablöse für einen möglichen Transfer von Mame Diouf sind kein allzu großes Problem für den populären deutschen Spitzenverein. Auch Dioufs Arbeitgeber Hannover 96 möchte den begehrten Angreifer unbedingt weiter an sich halten. Allerdings ist unlängst bekannt geworden, dass Diouf das Angebot des niedersächsischen Traditionsvereins abgelehnt hat. Dies möchte jedoch Dioufs Berater Jim Solbakken nicht so stehen lassen: „Ich spreche gerne mit Jörg Schmadtke, er ist ein guter Typ. Aber wir haben gar nicht über einen Vertrag verhandelt und auch kein Angebot erhalten.“



Der Spieler selbst und auch sein Berater zeigen kein besonders großes Interesse, dass schon in Kürze der Vertrag bei den 96ern verlängert werden soll. Der Berater und Bruder des ehemaligen Köln-Trainer Stale begründet dies: „Es besteht keinerlei Eile, etwas zu entscheiden“ Dortmund ist sicherlich in vielen Faktoren lukrativer. Bei Hannover weiß er aber immerhin, was er hat. Aber eine Aussage von Hannovers-Manager Jörg Schmadtke lässt nicht allzu viel Gutes erahnen, wenn er die Absage von Dioufs-Seite an die 96er knapp bestätigen kann: „Ja, das ist korrekt.“



Auch sportlich gibt es noch einige Variablen zu klären. So konnte Diouf wieder mit dem Mannschaftstraining beginnen. Die Hoffnung besteht für 96-Trainer Mirko Slomka auch weiterhin, dass im kommenden Heimspiel gegen Eintracht Frankfurt sein bester Angreifer wieder mitwirken kann. Anfang dieser Woche hat er sich in Basel seinen verletzten Fuß von Prof. Dr. Victor Valderrabano untersuchen lassen. Am linken Knöchel ist Diouf nämlich im April 2012 operiert worden. In 19 Ligabegegnungen hat Diouf schon zehn Treffer erzielen können. Der Marktwert liegt für ihn nach Angaben von "transfermarkt.de" bei 7,5 Millionen Euro. Durchaus gerechtfertigt, denn er ist einer der effektivsten Angreifer der gesamten Spielklasse. Und noch einmal Klopp sagt zu dieser interessanten Thematik: „Ein sehr interessanter Spieler. Wir gucken und sondieren den Markt. Und wir haben uns dabei auch mal Diouf angeguckt, allerdings auch Abdellaoue.“

Autor: Henning Klefisch |  Quelle: www.bild.de

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